Wie muss sich die Erlanger Schullandschaft mittel- und langfristig aufstellen, um auf die zunehmen- de Digitalisierung des Lernens, erweiterte Ansprüche an die Ganztagsbetreuung sowie auf demo- grafische und städtebauliche Entwicklungen zu reagieren? Und wie lassen sich Ziele wie Inklusion, Integration und veränderte pädagogische Konzepte umsetzen? Um auf diese Fragen Antwort zu geben, schreibt die Stadt Erlangen regelmäßig den Schulentwicklungsplan fort. Am Donnerstag hat der Bildungsausschuss des Stadtrats das über 100 Seiten starke, vom städtischen Schulverwaltungsamt erarbeitete, Dokument bestätigt.

Als Sachaufwandträger ist die Kommune für Unterhalt und Betrieb von 33 Schulen in öffentlicher Hand zuständig. Der Schulentwicklungsplan führt für jede Erlanger Schule Handlungsempfehlungen auf, die in die Kategorien Ganztagsbetreuung, Bauliche Maßnahmen am Gebäude, Pausenhöfe, Turnhallen und Freisportflächen, Digitalisierung sowie Ausstattung unterteilt wurden. Diese Handlungsempfehlungen und Maßnahmen sollen in Abhängigkeit der finanziellen und personellen Ressourcen und in Zusammenarbeit verschiedener Fachämter kurz-, mittel- oder langfristig durchgeführt werden.


In den nächsten Jahren sind aus der Schülerprognose leicht steigende Schülerzahlen für die Grund- schulen sowie für die Mittelschulen zu erkennen. Für die Gymnasien sind zusätzlich steigende Schülerzahlen aufgrund der Wiedereinführung des G9 ab dem Schuljahr 2025/2026 abzulesen. Die Zah- len an den Realschulen verhalten sich hingegen moderat. Schülerzahlen-Höchstwerte der vergangenen Jahre werden allerdings nicht mehr erreicht.

Die Herausforderungen liegen deshalb vor allem in der Umgestaltung des Bildungswesens:

„Schulen entwickeln sich immer mehr vom Lern- zum Lebensraum, unter anderem auch aufgrund ganztägiger Unterrichts- und Betreuungsformen. Deshalb ist es so wichtig, Handlungsbedarfe frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu planen. Der bauliche Zustand und die Raumsituationen in den Schulen haben Auswirken auf die Aufenthaltsqualität, den Unterrichtsalltag sowie die Umsetzung von pädagogischen Konzepten“

Bildungsreferentin Anke Steinert-Neuwirth

Quelle: Rathausreport Nr. 100 vom 17.07.2020